An letzten Freitag Vormittag schwang ich mich auf mein Mountainbike und fuhr von Las Palmas 3 ,5 Stunden lang bis ins Bergdorf namens “Valleseco” im Norden Gran Canarias. Vorbei an tiefgrünen Wiesen, Schwärmen von Singvögeln, mannhohen Kaktussen und den Resten der Eukalyptus-Wälder, welche früher weite Teile des gesamten Nordens Gran Canarias bedeckten …
Da auch auf Gran Canaria nur mehr die wenigsten Bauern rein von der Landwirtschaft leben können, müssen die jungen und noch berufstätigen Bewohner der Bergdörfer Gran Canarias unter der Woche meist in die grösseren Städte und Ortschafte an der Küste der Insel fahren, um ihrer Arbeit nachzugehen. An diesem Tag waren am Strassenrand und den Plätzen der kleinen und idyllischen Orte deshalb meist nur Person im “gehobenen” Alters zu sehen.
Lebendige Zeugen einer anderen Zeitrechnung, in welcher auf Gran Canaria noch grosse Teile der Bevölkerung von der Landwirtschaft und nicht vom Tourismus lebten. Mit ihren schwarzen Hüten und Stöcken ausgerüstete Alt-Kanarier grüssten mir während meiner ganzen Fahrt freundlich entgegen. Sogar auf ein paar authentische “Waschweiber” (im wahrsten Sinne des Wortes) traf ich, welche im freien an einem Becken ihre Wäsche wuschen, wie es vor hundert Jahren überall noch normal war.
Wieder einmal fühlte ich mich gegenüber meinen Landsleuten in Österreich, welche noch Monate auf die erste Fahrradtour und ersten Frühlingsboten warten müssen, priveligiert. Bei 25 Grad, strahlendem Sonneschein klettere ich mit jeder Minute höher in die Berge von Gran Canarias hinauf. Unter mir Las Palmas, eingehüllt in eine weisse Nebeldecke, welche ab und zu aufriss und einen freien Blick auf die Halbinsel der Stadt ermöglichte.
Am Rückweg über die wunderschöne Ortschaft Teror, welche für ihre Bauten typisch kanarischer Architektur bekannt ist, durchquerte ich die Schlucht von Teror, wo ich das oben zu sehende Foto gemacht habe. In Ansätzen ist hier auch heute noch die atemberaubende und ungezähmte Schönheit der Natur Gran Canarias zu erkennen.
In weniger als 50 Minuten war ich wieder zurück am lebhaften Canteras Strand in Las Palmas, welcher wohl das soziale Zentrum der Stadt des ewigen Frühlings ist. Ein paar Stunden in der Natur Gran Canarias reichten, um wieder voller Energie für kommende berufliche und private Aufgaben zu sein. Doch der nächste Ausflug und somit auch Eintrag im Augenblicker kommst bestimmt!









Hi Thomas…… so kann ich auch deine Fahrradtour miterleben ……. und nachfühlen, warum du dich auf deiner Insel so wohl fühlst…… ich güße dich aus dem Kurzentrum in Bad Bleiberg, genau unter dem Dobratschgikpfel!