Gran Canaria Insel aus Feuer und Asche. Junge, zarte Schönheit mitten im wilden und unendlichen Atlantik.
Hier am höchsten Punkt der Insel, dem Pozo oder auch Pico de las Nieves, ziehen die Nebelfelder wie heisser Dampf durch die Krone der Insel.
Luftschlösser aus Lava zwischen den Elementen. Wind, Feuer, Erde, Wasser und die warmen Sonne, die uns das ganze Jahr über so treu und stark begleitet.
Immer wieder weicht der Hochnebel und gibt aus dem Zusammenhang gerissen Details der Vulkaninsel frei, nur um sie gleich darauf wieder in seinen weissen, unendlichen Schoss zu nehmen, welcher irgendwo am Horizont mit dem exakt 1949 Meter unter uns liegenden Ozean verschmilzt.
Gran Canaria, von den Massen gebändigte und befallene Schönheit. Die höchsten deiner Gipfel sind noch immer für die modernen Zivilisation uneinehmbare Burgen.
Deine Ureinwohner haben den langen Kampf gegen die spanischen Eindringlinge zwar verloren, doch dich haben sie nie ganz erobern können.
Man hat dir sehr zugesetzt, aber an Orten wie diesen spürt man noch deine ungeheure Kraft, welche dich vor Millionen von Jahren aus tausenden von Metern Tiefe mitten aus dem Atlantik enporschiessen hat lassen.
Wie deine menschlichen Gäste, bist du selbst nur ein aussergewöhnlicher Passant auf diesem Planeten und wirst dich eines Tages wieder in die Tiefen des Ozeans zurück ziehen. Weit weg Schicksal der Erdoberfläche.
Deine schwarzen Vulkangesteine, deine rote, fruchtbare Erde. Deine frische Luft und dein Meereswind in deinen Bergen.
Deine in allen Farben leuchtenden Strände.
Deine Wüste, deine tiefen und feuchten Wälder.
Deine byzarren Felsformationen - zur Ewigkeit erstarrte Momente des Wahnsinns der Schöpfung.
Eine Momentaufnahme, die uns daran erinnert, dass alles, wenn es auch noch so schön, vergänglich ist und uns nur eines bleibt: Dankbar zu sein.



























