Es geht was weiter doch trotzdem ist da dieses Gefühl der Leere und Sinnlosigkeit.

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In letzter Zeit gleicht ein Tag dem Anderen. Aufstehen, frühstücken, 5 Minuten in der Morgensonne in Garten meiner Eltern geniesen, dann rauf zum Computer und weiterlesen für meine Diplomarbeit zum Thema Weblog (ich bin noch dabei das Thema genauer zu spezifizieren). Stunden verfliegen und abertausende von Wörtern aus dutzenden von Büchern ordenen sich langsam in meinem Hirn dazu an, was einmal wirklich zu Papier gebracht und gedruckt werden soll. Es geht was weiter doch trotzdem ist da dieses Gefühl der Leere und Sinnlosigkeit.

Mir wird klar, dass mein Hirn eine Sauerstoffpause und Eindrücke aus dem “echten Leben” braucht. Wenige Minuten später beobachte ich ein sicher erst vor ein paar Tagen geborenes Schaf, welches ungeschickt durch die Frühlingswiese stolpert und seinen Kopf immer wieder neugierig mach mir umdreht. Ein Stück Realtität und Natur - etwas das auch nach meinem Leben so sein wird. Geburt, Frühling, Gerüche der Heimat. Was bewegt das lebt und wer sich bewegt der ist glücklich wird mir nach den sitzenden Stunden am Foltergerät der modernen Gesellschaft (Computer) wieder mal klar.

Um 22.00 Uhr sitze ich nach diesem kleinen Ausflug ins “Lebendige” wieder an meinem Buch “Uses of Blogs” und kämpfe mich durch die Englische Sprache, welche nach meinen 2 Jahren in Spanien schwer eingeschlafen ist, aber langsam und sich hartnäckig “unter der Bettdecke versteckend” wieder zum Leben erwacht. Dahinter läuft ohne Ton der Fernseher - das UEFA CUP Finale 2008 wird übertragen. Die Russen haben soeben gewonnen und hüpfen herum wie kleine Kinder auf einer MC Donalds-Geburtstagsfeier. Keiner von ihnen steht still, denn sie sind erfüllt von der Freude sich eine großen Traum erfüllt zu haben. Die Schotten hingegen stehen wie versteinert und mit verschränkten Händen am Mittelkreis. Sie stehen still … Es hat eine gewisse Komik wie die Menschheit mit seiner Ernsthaftigkeit und erfundenem Sinn sich die wenige Tage die wir auf dieser Erde zu leben haben, schwer machen.

Wer sich bewegt hat Freude - für mich DIE Erkenntnis des Tages. Morgen geh ich gleich am morgen laufen (nehme ich mir vor) und sauge wieder ein paar bewegte Bilder der Natur in mich auf um später widerspruchlos die Pflichten der Gesellschaft und meinem Ehrgeiz gegenüber zu erfüllen.

Warum müssen wir eigentlich einen Großteil unseres Lebens so weit weg von unseren Wurzeln, der Natur verbringen, welche uns doch die für unsere Heiterkeit notwendige Lebensenergie gibt? Wir wissen doch alle genau, dass wir so nicht glücklich sind in unseren modernen Wohnhöhlen. Oder was glaubt ihr warum habt ihr Zimmerpflanzen, Haustiere und träumt das ganze Arbeitsjahr über vom Urlaub am Strand?

PS: jetzt zu diesem Artikel ein Foto vom “Jungen Schaf” zu veröffentliche, war mir nun doch zu kitschig, deswegen gibts die gesamte Herde plus mein Heimattal das Lurnfeld in Kärnten im Hintergrund.

Ein Kommentar zu “Es geht was weiter doch trotzdem ist da dieses Gefühl der Leere und Sinnlosigkeit.”

  1. Christoph

    Das Foto gefällt mir sehr gut, erfasst wunderbar die tiefe der Landschaft!

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