Seelenhunger auf Gran Canaria
admin am 28. April 2009 um 11:17
Bergwelt gran canaria
An den Wochenenden ist es in letzter Zeit zu meiner schönen Gewohnheit geworden, einen Ausflug mit meiner Vespa in die Bergwelt von Gran Canaria zu machen. Las Palmas ist eine wunderschöne, lebhafte Stadt - doch zuweilen braucht der Österreicher auf Gran Canaria auch seine gewohnte Bergluft!
Binnen rund einer Stunde bin ich bereits mitten in blühenden Wiesen und von Vogelgezwitscher und verschiedenste Geräusche produzierenden Insekten. Ich parke mein Motorrad zum 20zigsten Mal am Strassenrand um ein paar Szenen fotografisch festzuhalten. Nachdem der Motor aus ist, höre ich vom Gegenhang ein vertrautes Geräusch: nämlich das Klingen der Glocken, welche von den wolligen Hälsen einer stolzen Heerde Schafe hängen. Die glücklichen Tiere grasen dieses Jahr auf Gran Canaria im hüfthohen und dutzenden Farben erblühenden Wiesen.
Ich lasse meinen Blick über die sanfte Hügellandschaft oberhalb der Städte Galdar und Guia schweifen und fühle mich einen Moment lang wie in den Sommerwiesen der Bergwelt Österreichs. Ich starte dem Motor wieder und spüre wie meine von Grosstadt- und Büroleben eingeschläferten Sinne von der vor Leben strotzenden Natur wieder zum Leben erweckt werden. Seelenhunger: Meine Seele verschlingt die Natur Gran Canarias mit allen Sinnen die ihr zur Verfügung stehen. Mit den Augen die sanften, tiefgrünen Hügel und das mächtige Meer im Hintergrund - mit dem Ohren das Zirpen der Grillen und Summen der Bienen - mit der Nase den von Millionen von Blumen ausgeströmten Geruch nach purem Leben …
Wie sehr ich die Natur, Freiheit und die weite der Landschaft vermisst habe, merke ich erst jetzt. Die Fotos die ich geschossen habe, sollen mich immer wieder daran erinnern, dass ich ab und zu aus Beruf, Stadt und einer eingeengten Sicht der Dinge flüchten muss, um wenigsten für ein paar Momente zu spüren wofür wir wirklich auf dieser Erde sind: um ihr nah zu sein.







